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Patrick Pigneter

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Mär
04

Gesamtweltcupsieg Einsitzer / Vatra Dornei (ROM)

Nachdem die Bahnarbeiter in eine Nachtschicht eingelegt hatten und der Start auf acht Uhr vorverlegt wurde, konnten im mittlerweile frühlingshaften Vatra Dornei ein Lauf für Damen und Herren ausgetragen werden. Die Rennleitung entschied sich sicherheitshalber dafür, die Qualifikation nicht als eigenen Lauf abzuhalten, sondern Weltcup und Nationencup in einem Rennen mit nur einem Lauf zu fahren. Die Entscheidung erwies sich als richtig, denn als Ekatharina Lavrentjeva (RUS) und Patrick ihre Blumen entgegennahmen, schien bereits wieder die Sonne.

Eine Vorentscheidung im Gesamtweltcup ist bereits am letzten Wochenende gefallen, doch Hannes Clara hatte noch eine minimale Chance, Patrick vom Thron zu stürzen. „Im letzten Rennen hätte noch alles passieren können“, ist sich der nunmehr achtfache Gesamtweltcupsieger bewusst. „Ich war heute schon mehr angespannt als bei anderen Rennen, aber ich habe meine Leistung gebracht. Es sieht einfach aus und manche mögen sich denken, ich gewinne ohnehin immer, aber ich arbeite hart für jeden Sieg. Das beginnt im Sommer und ich denke jeden Tag daran. Ich lebe vom Sport und für den Sport“, sagt Patrick, der sich auch für die Verbreitung des Rennrodelns auf Naturbahn einsetzt: „Am Freitag fliege ich in die Schweiz und starte als Vorläufer beim Red Bull Crashed Ice und danach fahre ich mit einigen Teamkollegen nach Schweden, wo wir bei einem Rennen teilnehmen und versuchen, junge Sportler für das Rennrodeln zu begeistern.“ Nicht den Gesamtweltcupsieg, aber den Tagessieg hätte ihm Michael Scheikl (AUT) beinahe streitig gemacht. Mit nur 16 Hundertstel Sekunden Rückstand belegte er den zweiten Platz: „Ich hatte einen Wahnsinnslauf, gleich von oben weg. Ich habe bis zum Schluss gehofft, dass es vielleicht ausgeht. Patrick war bei der ersten Zwischenzeit noch hinter mir, aber es hat leider nicht gereicht. Dennoch, es ist eine super Motivation für das nächste Jahr, wenn man die Saison mit zwei Podestplätzen abschließt.“ Ein versöhnliches Ende mit der Bahn in Vatra Dornei fand auch noch der Thomas Kammerlander, der mit der Strecke hier anfangs nicht zurecht kam, sich aber mit dem dritten Platz im Rennen auch den dritten Platz im Gesamtweltcup sicherte: „Ich habe hier schon stark an mir gezweifelt, ich habe mich nicht mehr stark genug gefühlt. Ich weiß nicht, woran es lag. Am Material habe ich nur Kleinigkeiten verändert. Gut, dass es noch so ausgegangen ist“.

Im Gesamtweltcup gelang in der heurigen Saison zwei Sportlern aus Russland der Vorstoß in die Italienisch-Österreichische Phalanx: Stanislav Kovshik und Jurii Talikh belegen die Plätze sechs und sieben. Auf Rang neun findet sich Adam Jedrzejko, der für das beste Einsitzerergebnis für Polen seit Jahren sorgte.

Endergebnis Herren:

1. Patrick Pigneter (ITA), 1:12,45

2. Michael SCHEIKL (AUT), 1:12,61

3. Thomas Kammerlander (AUT), 1:13,11

4. Jurii TALIKH (RUS), 1:13,17

5. Hannes CLARA (ITA), 1:13,19

6. Stanislav KOVSHIK (RUS), 1:13,24

7. Thomas SCHOPF (AUT), 1:13,27

8. Florian CLARA (ITA), 1:13,28

9. Christoph REGENSBURGER (AUT), 1:13,42

10. Anton BLASBICHLER (ITA), 1:13,49

11. Adam JEDRZEJKO (POL), 1:13,92

12. Gregorii BUKIN (RUS), 1:14,52

 

Weltcup Endstand Saison 2012/13 (6/6):

1. Patrick PIGNETER (ITA) 524 Punkte

2. Hannes CLARA (ITA) 440

3. Thomas KAMMERLANDER (AUT) 420

4. Michael SCHEIKL (AUT) 391

5. Thomas SCHOPF (AUT) 343

6. Stanislav KOVSHIK (RUS) 247

7. Jurii TALIKH (RUS) 238

8. Alex GRUBER (ITA) 231

9. Adam JEDRZEJKO (POL) 206

10. Florian CLARA (ITA) 199